Strahlkraft

Lebendiges Gedankengut von Pfarrer Elmar Gruber e.V.

DAS VERMÄCHTNIS VON ELMAR GRUBER

, eingestellt von Redaktion (Kategorie: Pfarrer Elmar Gruber)

 ABSCHIEDSBRIEF VON PFARRER ELMAR GRUBER AN SEINE FREUNDE UND GEMEINDE

(Um den Brief besser lesen zu können – bitte auf den Brieftext klicken!)


ELMAR GRUBERS GRAB

Aufgenommen 24.03.2018

Aufgenommen 24.03.2018

DAS „AUFERSTEHUNGSGRAB“

Waldfriedhof München, Gräberfeld 123 (aufgenommen am 23. Juni 2012) 

„Auferstehung bedeutet Entgrenzung,

Aufhebung der körperlichen Daseinsgrenze.

Der Auferstandene kann jetzt auf vielerlei Weise

in Erscheinung treten und Menschen begegnen.“

Elmar Gruber

 

 


 

ELMAR GRUBERS PREDIGT ZUM NÄCHSTEN SONNTAG ODER FEIERTAG – IMMER AKTUELL!

, eingestellt von Redaktion (Kategorie: PREDIGTEN DURCH DAS KIRCHENJAHR)

VORWORT

IDEAL IN DEN ZEITEN DES UKRAINE-KRIEGS, DES KLIMAWANDELS  – DIESE WORTE GEBEN KRAFT UND HOFFNUNG!

VERKÜNDIGUNG VON GOTTES WORT DURCH DIE PREDIGTEN DES HOFFNUNG GEBENDEN PFARRERS ELMAR GRUBER

Predigten zu den Sonn- und Feiertagen nach Lesejahren A / B / C  – seit dem 1. Advent 2025 (30. November 2025) ist Lesejahr A.

Immer die aktuelle Predigt!

Inspiration für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger bei der Erstellung ihrer Predigten und alle Gläubigen und Interessenten!

Auch als Predigt-Vorlagen!

Herr Pfarrer Elmar Gruber hat seine Predigten immer vollkommen frei gehalten, also ohne jegliche schriftliche Unterlagen.

Die Predigten wurden von einer gläubigen Frau während der entsprechenden Gottesdienste mit Einverständnis von Pfarrer Elmar Gruber privat auf Cassette aufgenommen und danach von ihr aufgeschrieben. Sie dachte sich, jedes Wort von Elmar Gruber ist wichtig – das gehört für die Nachwelt erhalten.

Danke, Helga! Ohne Dich hätten wir diese Predigt-Schätze nicht!

 

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Fronleichnamsfest A

04. Juni 2026

Predigt von Pfarrer Elmar Gruber vom 3. Juni 1999

 

1. Lesung: Dtn 8, 2-3.14b-16a

2. Lesung: 1 Kor 10,16-17

Evangelium: Joh 6, 51-58

 

Ich begrüße Sie herzlich zum Fest des Fronleichnamstages!

Wir bedürfen immer wieder des Nachdenkens, damit uns der Reichtum dieses Sakramentes wieder neu aufgeht, damit wir aus der Kraft dieses Sakramentes tatsächlich leben können.

Mögen wir immer mehr erkennen, welch großes Geschenk SEINER Liebe uns hier gegeben ist.

 

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Predigt:

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Wenn wir das Fronleichnamsfest feiern, dann ist daran das Besondere, dass diese Feierlichkeit immer verbunden ist mit der Prozession, wo wir Jesus nachgehen.                                    Entstanden ist die Fronleichnamsprozession in der Zeit der Gegenreformation. Es war eine katholische Demonstration gegen den Protestantismus. In dieser Weise zu protestieren – diese Zeit ist längstens vorbei. Gewiss ist aber auch noch eine Zeit da, wo es dringend notwendig ist, dass wir für unseren Glauben demonstrieren und gegen den Unglauben protestieren, wenn ich nur an die Frage der Euthanasie oder des ungeborenen Lebens denke.

Die Prozession an Fronleichnam ist auf die innere Wirklichkeit hin geordnet, dass wir hier etwas haben, was unser Leben tatsächlich von innen her erneuern könnte. Ich darf Sie einladen, dem ein wenig nachzugehen, was uns hier geschenkt ist, denn wenn man einer Sache nachgeht, dann kommt man an die Ursprünge oder ans Ziel. Man kann jemand in zwei Richtungen nachgehen, vorwärts und rückwärts, und beides ist richtig.

Und der erste Gedankenkreis, den ich andeuten möchte: Gehen wir mal dem Brot nach, der Bedeutung des Brotes überhaupt. Uns, die wir im Überfluss leben, ist das so selbstverständlich geworden, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, was „Brot“ ist und dass Gott uns erschaffen hat und ER uns am Leben erhält. Mit jedem Bissen können wir eigentlich SEINE Liebe spüren, die uns am Leben erhalten will. Brot, Speise, Mahl – das sind auch Realisierungen der Liebe in unserem menschlichen Bereich.

Wenn wir jemanden einladen, wenn wir jemand Liebe zeigen möchten, geschieht das immer in der Form des Mahles. Brot, Mahl, Einladung, Essen sind Zeichen der Liebe, so ist das Brot ein Ur-Natursakrament. Wir könnten hier entdecken, dass Liebe das Herz des Brotes ist – Liebe, die sich praktisch realisiert. Das hat natürlich auch zur Konsequenz, dass die Liebe, die sich darin realisiert, dass wir Brot haben, uns geradezu zwingt zum Teilen, zum Mit-Teilen, zur Solidarität, weil Gott alle Menschen liebt. Das soll nur eine Andeutung sein, dem Brot nachgehen, was Brot bewirkt (und im Negativen, was Hunger bewirkt).

Das Zweite ist, dass wir dem Jesus-Brot nachgehen. Dieser Gedanke führt uns einmal zum „Pesach-Fest“. Es ist ja interessant, dass das Gottesvolk im Alten Bund aus der Feier des Pesach-Festes tatsächlich gelebt hat; es ist ein Fest der Erinnerung. Wir haben es in der Lesung im Alten Testament gehört, dass man sich erinnert an geschichtliche Situationen, wo man die Fürsorge Gottes erfahren hat. Das Brot vom Himmel, also auch das irdische Brot, ist Gabe Gottes. So ist die Kraft Gottes in der Geschichte erfahren worden. In der Erinnerung wird in Gedächtnisfeiern das vergegenwärtigt, um aus dieser Kraft in der jeweiligen Situation zu leben. Die Geschichte ist vergangen, aber die Kraft Gottes nicht.

Und nun kommt in diesem Zusammenhang der Erinnerung des sich Hinein-Essens die ganze Jesus-Geschichte. Wenn Jesus sagt, dass das SEIN Fleisch ist, will ER damit andeuten, dass mit Fleisch immer gemeint ist die ‚Hinfälligkeit des körperlichen Daseins‘. Das können wir auch überall in der Bibel finden. In der Hinfälligkeit des körperlichen Daseins Jesu wird die ganze Liebe Gottes bis zur Selbstaufgabe verwirklicht, in dieser besonderen Form der Wirklichkeit Gottes, die sich in IHM, Jesus, verkörpert. Jesus sagt: „Das ist mein Fleisch.“ Damit drückt ER aus, dass das, was ER uns gebracht hat in SEINEM Menschsein, wirklich in diesem Brot eingespeist ist, dass wir IHN, SEIN Menschsein, uns einverleiben können.

„Und wer von diesem Brot isst, der hat das ewige Leben.“ Da ist der Tod relativiert. Wenn Ihr in mir bleibt und ich in Euch bleibe, dann ist das Ziel erreicht. Und dann, in der besonderen Feier der Prozession, können wir schließlich sagen: „Wir gehen dem Brot nach, wir gehen dem Jesus-Brot nach, wir gehen Jesus selbst nach.“ Und wer Jesus nachgeht, der weiß, wo er hinkommt, weil wir durch IHN das Ziel dieser Nachfolge kennen. Der Weg führt durch Tod, Auferstehung, Himmelfahrt zu Pfingsten und dann in die Vollendung in SEIN Reich. So ist die Demonstration für unseren Glauben im Tiefsten heute das Zeugnis, das wir geben in der Nachfolge Jesu, indem wir versuchen, SEINE Liebe und Barmherzigkeit in die Welt zu tragen. Das ist nun schließlich auch die Erfüllung unseres Lebens und der ewige Sinn unseres vergänglichen Daseins.

Bei Kindern freilich müssen wir achtgeben, dass wir nicht zu schnell sagen, dass wir Jesus nachgehen. In der alten „Zwölf Apostel“-Kirche in München-Laim, in der Notkirche, hat es eine Altardecke gegeben, da ist draufgestanden: „Hier wohnt Jesus.“ Das stimmt natürlich. Aber ich möchte betonen, dass das die zweite Stufe ist, die tiefere Stufe der Mystik. Da muss ich zuerst die ersten zwei Schritte gemacht haben. Bei Kindern muss ich sagen: „Halt!“ Wir gehen dem Brot nach, in dem Jesus gegenwärtig ist, wir gehen dem Jesus-Brot nach. Oder dann, wenn wir vor dem Tabernakel stehen, sagen wir: „Hier ist das Brot, in dem Jesus gegenwärtig ist.“ Und dann, wenn das bewusst ist, kann ich in der tieferen Stufe sagen: „Hier wohnt Jesus.“ Ansonsten kann es zu diesen Missverständnissen kommen, dass Kinder sagen: „Heute habe ich in den Jesus hineingebissen.“ Ein Kind hat tatsächlich in der Schule gesagt hat: „Wenn man zur Kommunion gegangen ist, darf man eine halbe Stunde kein Eis essen, weil sich sonst der liebe Jesus erkältet.“ Das ist natürlich Unsinn. Und wenn man da stehen bleibt, sagt man später als Erwachsener, dass das Ganze Unsinn ist.                                                                                                                                                                                                                                     So müssen wir hier sehr achtgeben, dass man diese Stufen, die zur Tiefe des Symbolgeschehens führen, nicht einfach kurzschließen können, da sonst dieses materialistische, allzu oberflächliche Missverständnis zustande kommt.

So soll uns dieser heutige Tag wieder mit Freude und Dank erfüllen, dass wir diese Speise haben, dass wir die Wirklichkeit Gottes, SEINE Liebe, die sich in Jesus verkörpert, verkörpert in Brot und Wein, dass wir diese Speise immer wieder zu uns nehmen können, um aus dieser Speise zu leben und die ewige Freude zu haben in einer Welt, die oft wenig Erfreuliches anzubieten hat.

 

10. Sonntag A

07. Juni 2026

Predigt von Pfarrer Elmar Gruber am 06. Juni 1999

 

1. Lesung: Hos 6, 3-6

2. Lesung: Röm 4, 18-25

Evangelium: Mt 9, 9-13

 

Ich begrüße Sie herzlich zum 10. Sonntag im Jahreskreis! Die Jahreskreis-Sonntage sind dazu angetan, unser Glaubensbewusstsein zu vertiefen und auszubauen. Was wir in den Sakramenten gefeiert haben, soll prägende Kraft in unserem Bewusstsein werden. Wir bitten den Herrn um SEIN Erbarmen, dass ER uns wieder neu stärkt in dem Auftrag, den wir in der Welt haben.

Wir bitten im Kyrie.

 

Predigt:

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Wir haben gebetet, dass Gott uns SEINEN Geist sendet, damit wir das erkennen, was Recht ist – und zwar das Recht, das absolut gültig ist vor Gott.                                                      Paulus zeigt uns im Römer-Brief, an der Gestalt des Abrahams, was Gott eigentlich vom Menschen erwartet, was ER ihm zumutet. Und das, was Gott uns zumu­tet, ist genau das, was uns Mut macht im Glauben. Abraham, er wird herausgerufen aus allen irdischen, gesellschaftlichen Sicherheiten. Er hat irdisch gesehen keine Zukunftshoffnung mehr. Er hat nur einen Ausweg: Das Vertrauen in die Treue des Herrn, der ihn berufen hat – also wie Paulus sagt, weil er gehofft hat gegen alle Hoffnung. Wenn irdisch alles dagegensteht, wenn man meint, jetzt ist alles, was man sich irdisch erwartet hat, im Bereich des Berufs, im Bereich der Beziehungen, im Bereich der Gesundheit, jetzt ist alles hin, dann kann es vorkommen, dass ein Mensch im Vertrauen auf Gott – sicherlich darf man murren und schimpfen, da gibt es sogar Psalmen, die dazu helfen – im Letzten doch sagt, wie Pater Rupert Mayer: Weil DU es willst, darum ist es gut.“ Wir haben diese Beispiele von Pater Rupert Mayer, meinem Lieblingsheiligen, bis hin zu Karl Valentin, der in verdeckter Weise auch immer in seiner Ironie diese Hoffnung durchschimmern ließ.

„Abraham war fest überzeugt, dass Gott die Macht hat zu tun, was ER verheißen hat. Darum wurde ihm der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.“ „Gerechtigkeit“ dürfen wir auch wieder nicht so juristisch verstehen und missverstehen. Wenn die Bibel von Gerechtigkeit spricht oder von Rechtfertigung, dann geht es um das ‚Recht-Sein vor Gott‘, um das ‚Fertig-Sein‘ im Sinne von ‚Vollkommen-Sein‘ vor Gott. Und das macht die Vollkommenheit dieses Abraham aus, dass er glaubt – gegen alle Hoffnung.

Denken wir nur an die Isaak-Geschichte, die uns immer wieder herausfordert zu der Frage: Was ist das für ein Gott, der so etwas – so scheint es – verlangt? Die Exegeten können viel dazu sagen, aber es bleibt eben immer dieses Herausfordern. Und wenn man dann fragt, was für ein Gott das ist, muss man gleichzeitig sagen, was für ein Mensch das ist, dieser Abraham, der glaubt – gegen alles Irdische.

Auch in unserer Zeit ist diese Herausforderung da. Wollen wir unser Glück und unsere Lebensfreude ausschließlich auf das Irdische aufbauen? Es geht ja hier immer um das Letzte. Dann wird diese Herausforderung immer enttäuscht werden und scheitern. Oder ist sie in unserem Glauben an den treuen Gott gewurzelt? Dann wird man immer wieder weitergehen. Ich denke da an zwei Menschen – der eine ist unser Geistlicher Rat Endres, der für die, die ihn erlebt haben, unsterblich ist, der die Redensart gehabt hat: „Das wird schon wieder werden.“ Und dann ist da noch ein Bekannter meiner Eltern, der eine innere Lebenseinstellung gehabt hat: „Grad so ist es recht.“ Das kann man sehr oberflächlich missverstehen; bei ihm war es aber die tiefe Lebenseinstellung eines Menschen, der total vertraut.

Nun kommen wir zum Evangelium mit Jesus und den Sündern. Ausgerechnet Matthäus beruft ER. Es fasziniert mich immer, wenn man so knallhart hört: „Folge mir nach!“ Und er stand auf und folgte IHM nach, ohne Wenn und Aber; da sind so „Abraham-Momente“ drin. Matthäus war aber ein Sünder. Und jetzt kommt die Herausforderung, die ja schließlich dann auch Jesus den Kreuzestod gebracht hat: „ER isst mit Zöllnern und Sündern und Dirnen.“                                                                                                                                                                                    Sieger Köder, der begnadete Künstler, hat das ins Bild gesetzt in seinem Gemälde „Das Mahl der Sünder“. Und wenn man fragt, warum sich Jesus an die Sünder wendet, ist die Antwort: Weil die wissen, dass sie Sünder sind.“ Die Gerechten sind immer nur die Selbstgerechten. Damit sind die Legalisten gemeint, die halt sagen können: „Ich brauche keine Barmherzigkeit. Ich habe mir den Himmel ehrlich verdient – naja, so ein paar kleine Sünden!“ Der „Brandner Kaspar“ fragt im Himmel: „Wie lange muss ich brennen, damit es also wieder weg ist? Aber so schlimm kann es mit mir nicht sein.“ Und da stößt das ganz andere Denken Jesu, die ganz andere Ordnung der Barmherzigkeit, auf unser menschlich angeborenes, legalistisches, weltliches Denken, auf das Straf-Denken. Und der Mensch, der weiß, dass er Sünder ist, kann das nicht aushalten.

Und jetzt kommen wir zu einem psychologischen Problem. Sie brauchen nur zu einem Menschen sagen, dass er einen Fehler gemacht hat, dann geht der sofort in die Luft: „Ja, da sind die Anderen schuld!“ Sicher ist in jeder menschlichen Schuld auch die Schuld von Anderen drinnen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass bei mir auch Schuld liegt, mehr oder weniger. Auf das kommt es letztlich aber gar nicht an. Aber das hält kein Mensch aus. Darum hat Freud, der gottlos oder gott-frei denkende Psychoanalytiker, die Schuld einfach geleugnet und hat gesagt, dass sie anerzogen ist, dass es nur Fehlverhalten gibt. Für mich, vom Standpunkt des Glaubenden aus, ist das eine raffinierte Form der Schuldverdrängung und des Selbstbetrugs.

 „ER isst mit den Sündern.“ Die Sünder, das sind die Menschen, die abgeschrieben sind, die keine Bestäti­gung haben, weil sie Sünder sind und das wissen. Und die erleben nun, dass sie als solche Menschen geliebt sind. Mit Sündern essen, mit jemandem essen, können wir immer als das Vorfeld von Eucharistie betrachten – Gemeinschaft haben, sein Leben, seine Liebe teilen. Und das ist das, was so auf den Nerv geht. Und da wäre eben der Moment gekommen, der ungemein wichtig ist in der ganzen Seelsorge, dass ich mir selbst vergeben kann. Und wenn wir das so sagen, dieses Sich-Selber-Vergeben, dass alle, alle in den Himmel kommen, dann wird das sofort sehr missverstanden. Dabei ist das das Schwerste. Schuld-Vergeben heißt ja nicht, so zu tun, als ob nichts wäre, wie man es uns als Kindern im Beichtunterricht gesagt hat, dass wenn man beim Beichten war, es so ist, als ob nichts gewesen wäre. Das ist total falsch! Ich müsste sagen: „Wenn ich beim Beichten war, dann weiß ich, dass Gott mich so liebt wie ich bin, dass es sein darf, dass ich meine Schuld habe. Und dann brauchen meine Schuld und die Schuldgefühle mich nicht mehr fertigmachen.“ Ich kann mich annehmen, nicht indem ich meine Schuld ignoriere, sondern dass ich rufen kann: „Herr, sei mir Sünder gnädig!“

Und da kommen wir auf einen letzten Punkt.: Wenn ich an die vielen, vielen Seelsorgs- und Beichtgespräche denke, wo ich dabei sein durfte, erinnere ich mich, dass da viele Leute gesagt haben: „Ja, ich kann glauben, dass Gott mir vergibt. Aber, ich kann mir nicht vergeben.“ Das ist das Problem. Gott vergibt immer. Also deswegen bräuchte ich nicht zum Beichten gehen. Wir haben die Sakramente, damit das, was Gott tut, in uns reinkommt (nicht, dass es Gott erst tun müsste), dass es mich innerlich trifft, dass ich also mir selbst vergeben kann, das heißt, mich so nehmen kann wie ich bin – wenn doch ER mich so nimmt wie ich bin, dass dann im Glauben an SEINE Barmherzigkeit ich mich auch so nehmen kann wie ich bin. Und warum ist das so schwierig? Ich meine, es gibt eine ganz einfache Antwort: „Weil ich mir auf mich nichts mehr einbilden kann.“ Wenn ich mich so nehme wie ich bin, dann kann ich Andere nicht mehr verurteilen. Und dieser Verzicht, dass ich mir nichts mehr einbilden kann auf mich, auf meine Leistungen und das alles, ist dann der entscheidende Punkt. Das ist das angeborene Selbstbewusstsein. Und die nichtgläubigen Psychologen sagen: „Ja, Du bist etwas, ich bin ich, ich bin ich, Du bist Du, Du bist Du.“ Man kann es schon nicht mehr hören. Und der Glaubende sagt (was der ungläubige Psychologe sofort verurteilt): „Ich bin nichts, DU bist alles. Ich bin schwach, und DU bist stark. Und Deine Kraft kommt in meiner Schwachheit zur Vollendung.“ Ein Beispiel dafür ist ja Paulus und das Momentum, in dem Jesus dann noch die letzte Mahnung gibt Lernt doch endlich einmal, was es heißt, wenn gesagt wird: „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer!“ Das ist ein Umschwung: Bildet Euch nichts mehr ein! Wir natürlich, wenn wir jemand beleidigt haben, müssen Wiedergutmachung leisten. Aber Gott braucht keine Sühnopfer. ER braucht Menschen, die sich dazu hergeben, die sich opfern und die Barmherzigkeit publik machen. Wenn wir also vom „Opfer Jesus“ hören, müssen wir ein wenig anders denken als wir das vielleicht von früher her gewohnt sind. Da sind auch wir berufen als Sünder in unserer Schwachheit.

Und zum allerletzten Bild von den „Strahlenden Ruinen Jerusalems“: Da wird gerade das, was unsere Schwachheit ist, zu unserem Charisma, dass wir da, wo wir selbst irgendwie gescheitert sind, Anderen vielleicht am meisten glaubwürdig das Erbarmen Gottes nahebringen können, wenn wir es selbst angenom­men haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Lesung: Nehemia 8, 2-4.5-6.8-10
  2. Lesung: 1 Korinther 12, 12-30

Evangelium: Lukas 1, 1-4;4, 14-21

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Ich begrüße Sie herzlich zum 3. Sonntag im Jahreskreis! In der Lesung weist uns der Apostel Paulus darauf hin, dass wir alle  E I N E R  sind, der Leib Christi, jeder mit seinen Fähigkeiten, mit seinen Gaben, die Aufgaben sind.

Im Evangelium zeigt uns Lukas sein Anliegen, warum er das Evangelium geschrieben hat und auch, was die Sendung Jesu eigentlich ist.

 

 

Predigt:

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Das Evangelium heute greift eine schwierige Situation auf, die wir gerade in unserer Zeit wieder vorfinden:

Woher bekommen wir die Gewissheiten unseres Glaubens? Wo finden wir sie? Wir werden feststellen, dass wir, die wir noch Vorstellungen haben wie vor fünfzig Jahren, umdenken müssen, um die eigentliche Botschaft, das Eigentliche, was Jesus gebracht hat, nicht zu verlieren.

Es geht hier um die historische Zuverlässigkeit der Berichte über das Leben Jesu. Da sagt uns die heutige Wissenschaft, dass wir über die praktisch historische Zuverlässigkeit im Neuen Testament nichts finden. Wie ich im Studium war, da war die große Problematik, ob es Jesus überhaupt gegeben hat, ob wir nicht nur den Jesus des Glaubens, den literarischen Jesus haben; das ist überwunden. An der historischen Wirklichkeit Jesu zweifelt heute niemand.

 

Aber, wer war dieser Jesus?

Historisch gesehen war ER wohl mehr als nur dieser Ausschnitt, den uns die Evangelien zeigen.

Die Sprachforscher, die aramäisch, jüdisch, hebräisch beherrschen, die sagen, das Thomasevangelium ist eines der ältesten Schriften, es zeigt uns Jesus als Weisheitslehrer, der in Sequenzen, in Versen gesprochen hat, die man auswendig lernen kann, damit SEINE Jünger SEINE Lehre weitergeben können.

Als ich vor ca. dreißig Jahren den Auftrag bekam, diese neuen biblischen Ergebnisse der Lehrerschaft, die Religionsunterricht geben, zu vermitteln, war das äußerst schwierig.

„Ja, wenn das alles nicht mehr stimmt, wenn das Jesus nicht wortwörtlich gesagt hat, ja dann geben wir keinen Religionsunterricht, keinen Bibelunterricht mehr.

In meiner Kinderzeit hat man noch gelernt, dass den Jonas der Walfisch gefressen und dann wieder ausgespuckt hat. Das ist mir zum Verhängnis geworden, weil ich das so nicht glauben konnte, dass Jonas, der im Bauch des Walfisches war, das Beten angefangen hat. Doch mir hat der Religionslehrer – ich habe ihm längst verziehen – gesagt: „Das musst Du glauben, das ist Wort Gottes. Wenn Du das nicht glaubst, dass der Walfisch den Jonas gefressen hat und dass der im Bauch gebetet hat und dann nach drei Tagen wieder ans Land kam, dann hast Du eine Todsünde.“

Ich habe es immer wieder gebeichtet, weil ich den Jonas nicht glauben konnte. Dann habe ich im Lexikon auch noch gelesen, dass der Walfisch so einen engen Schlund hat wie ein Mensch, dass da kleine Krebse durchgehen können, aber nie ein unzerkleinerter Prophet.

Und der Beichtvater hat gesagt: „Wenn Du das nicht glaubst, kann ich Dir nicht mehr die Absolution erteilen“ (in welchen Zwängen muss der gewesen sein). Das war für mich Verdammung; ich habe den Jonas nicht glauben können.

Dass das eine Lehrgeschichte ist, wo man sagen muss: Stell dir das mal vor, da musste ein Prophet lernen, dass Gott die Leviten auch mag, dass ER jeden mag, der sich bekehrt und liebend wird, bildlich gesprochen, dass er einen Prozess durchmacht, verschlungen wird, dann in die Finsternis, ins Unheil kommt, bis er dann geläutert durch diese Prozesse kapiert, dass Gott die Liebe ist – eine wunderbare Geschichte.

 

Ein Kurskollege von mir hat seine Probekatechese gehalten über den Jonas und hat in diesem Sinn gesprochen, und das war vor 40 Jahren. Dann haben die Professoren einen Rat abgehalten, ob man ihn als Ungläubigen entlassen müsste. Aber er ist heute noch ein sehr aufgeschlossener Priester und Pfarrer.

Und so ist es heute das Eigentliche, das Tiefe, das Innere, das Unvergängliche, das uns in diesen Sinngestalten nahegebracht wird. Wenn uns das aufgeht, dann ist es nicht mehr wichtig, ob es genauso historisch geschehen ist wie es da steht.

 

Und jetzt kommt Einer und sagt, bei Lukas steht doch genau: „Ich habe mich entschlossen, allem von Anfang an nachzuforschen, um es der Reihe nach aufzuschreiben, und so kannst du dich auf mich verlassen.“ Es waren Überlieferungsstücke, Erzählungen, Erinnerungen, und jeder, der ein Buch schreibt, der braucht eine Gliederung, wie er alles zusammenbaut, damit der Leser möglichst gut auf das Eigentliche kommt.

 

 

 

 

Und was aber Lukas zeigen möchte, geschieht im Innern des Sprachlichen, wo der Prophet sagt: „Er hat mich gesandt, um den Armen die Heilsbotschaft zu bringen, um den  Gefangenen (das sind die Eingesperrten, die mit sich und anderen innerlich und äußerlich Eingesperrten) die Freiheit zu bringen, den Blinden das Augenlicht (der Durchblicke eröffnet, der Zusammenhänge vermittelt, der möglich macht, alles einzuordnen, der es möglich macht, mit seinem Leben mit den vielen Rätseln zu leben und umzugehen und einfach, der die Zerschlagenen, die Kaputten wieder richtet, repariert).“  Das will er zeigen.

Man hat auch zur Zeit Jesu gedacht, der Messias müsste politisch sein, wie David, so wie David es für kurze Zeit fertiggebracht hat, ein Friedensreich aufzubauen. Jesus soll die Römer vertreiben, ER soll die Herrschaft, das Etablissement der Schriftgelehrten und Pharisäer, durchbrechen. Auf dieser Ebene, irdisch gesehen, ist Jesus total gescheitert. Und nun sagen heute auch die Wissenschaftler, wollte man die Glaubensgewissheit auf historische Daten festlegen, dann würde das Christentum das dritte Jahrtausend nicht überstehen. Würde man nicht sozusagen die inneren Wirklichkeiten, das, was Jesus uns bedeutet, das Unvergängliche in die Gegenwart bringen, dann könnte es uns im Leben auch nicht mehr tragen. Dann sind wir dauernd mit unserem Glauben dem Streit der Wissenschaftler ausgesetzt, die heute das reden und morgen was Anderes, dann muss man sich in einem Jahr ein paarmal umstellen.

 

So kommt jetzt ein Wort – da ist das Entscheidende drin, wenn Lukas schreibt:

„Jesus kehrte von der Kraft des Geistes erfüllt zurück.“

Das ist SEINE innere Erfüllung mit Gott, mit der Botschaft von der Liebe Gottes. Und so zeigt uns gerade Lukas Jesus als den Heiland der Armen, der in der Kraft der Liebe verbindet und offenbar macht, wie die Menschen befreit und erlöst werden können.

Wenn wir die frohe Botschaft als Lebenskraft erfahren wollen, als eine Kraft, die uns im Leben trägt, auch wenn äußerlich alles schiefgeht, die uns trägt in der Krankheit, durch die Krankheit, in der Armut und in unserer Schuld, in unserer Zerrissenheit, unserer Schwachheit, wenn das aufgeht, in unserem ganzen Bewusstsein aufgeht, dann trägt es unser Leben.

 

Nun kommen wir wieder auf das, worum wir uns ja dauernd bemühen:

Gott liebt dich immer, bedingungslos, unverlierbar, und die Anderen auch.

Und das ist die Fülle der Zeit, die Erfüllung unserer Sehnsucht, die auch, wie Augustinus sagt, als unerfüllte Sehnsucht in jedem Menschen verborgen ist. Das, wonach du dich sehnst, das gab es immer und das gibt es, und darum ist Gott Mensch geworden, damit das ganz menschlich sichtbar und erfahrbar wird.

 

 

Hängt euch doch nicht fest an dem Äußeren, das sind Vorstellungshilfen, damit das Innere aufgehen kann und euch tragen kann; das ist eben Mystik. Und das meint das viel zitierte Wort von Karl Rahner: „Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein oder er wird nicht mehr sein.“

So versteht es auch Jesus, er zitiert Jesaja: „Er hat mich gesandt, um den Armen die Heilsbotschaft zu bringen.“ Und wenn Jesus sagt, das ist heute in Erfüllung gegangen, das mag vielleicht anmaßend klingen, aber es heißt, IHM ist bewusst, das, was ER zu bringen hat, ist kein menschliches Fabrikat, sondern das ist IHM gegeben, das ist die Kraft des Geistes.

„Der Geist des Herrn ruht auf IHM“, d.h., was ich euch sage, das ist mein Auftrag. Und so müsste eigentlich jedem Religionslehrer, Priester, Pfarrer bewusst sein, dass er nicht seine eigenen Aggressionen oder Probleme auszuschütten hat, wenn er von Gott redet, sondern dass er das, was der Geist durch Jesus geoffenbart hat, zu vermitteln hat so gut es geht, so dass ich ganz ehrlich sagen müsste, ich will ja nicht meine Weisheit vortragen, sondern das, wovon ich sagen kann, das trägt mein Leben, ich bin davon überzeugt. Dann kommt der Einzelne dazu, der aus seiner Lebenserfahrung heraus sagen kann, so wie Paulus einfach sagt: „Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe“ – es ist nicht mein Gebilde, was ich weitergebe.

 

Dass das sichtbar wird, dass es nicht so schwierig ist, ein kleines Beispiel:

Es ist ein Beispiel, wie eine Legende tiefste Wahrheit enthält. Mir hat bei einer Tagung jemand erzählt von einer Weihnachtspredigt. Eine ganz kurze Geschichte, in der alles gesagt ist, was Jesus bringt. Das ist die Geschichte, die Geschichte vom Wolf, der das Jesuskind fressen wollte:

Es ist die Heilige Nacht auf den Fluren von Bethlehem: Die Herrlichkeit des Herrn strahlt auf sie, und der Wolf kommt wie jede Nacht zur Herde und holt sich ein Lämmlein, so als Nachtessen. Und dann ist der Wolf jetzt da auf den Fluren von Bethlehem, und dann fragt er sich, was ist denn da heute los? Was ist da für eine Aufregung, und er horcht und er horcht, bis er hört von einem Kind, von einem neugeborenen Kind. Er denkt, uih, ein neugeborenes Kind, das wäre mal was Anderes als immer die langweiligen Lämmer. Das Kind im Stall hole ich mir. Und dann schleicht er sich wieder zurück, und wie es finster und ruhig ist, schleicht er sich an den Stall heran und alle schnarchen und schlafen schon. Nur vom Kind hört er noch einen Krächzer, das Kind ist also noch wach. Er wartet noch ein bisschen, und dann geht er an die Krippe hin und denkt: Ah, jetzt hab‘ ich’s! Er streckt seinen Kopf und macht sein Maul auf, und dann

streichelt das Kind seine Schnauze und krault ihn hinten am Kopf. Und auf einmal kann er das Kind nicht mehr fressen.

 

 

 

 

 

Und noch etwas geht in ihm vor, er merkt auf einmal wie sein Fell aufspringt, sein Wolfsfell zerreißt. Dann fällt ihm das ganze Fell ab, und dann steht da -der Mensch.

Der Pfarrer hat diese Geschichte als Weihnachtslegende gebracht, und die, die dabei war, hat mir erzählt, die Leute waren mäuschenstill. Kein Wort hat er sonst gesagt, weil jeder sieht in diesem Bild die tiefe Wahrheit, wie das Wolfshafte, die Aggressionen und das alles abfällt und wie durch diese Liebe, durch die bedingungslose Liebe, der Mensch zum Menschen wird.

So gibt es diese vielen, vielen Möglichkeiten zum Aufmerksam-Machen auf das Eigentliche, was sich in Jesus erfüllt hat, in der Geschichte, weil gerade das, was IHN erfüllt hat, der Geist Gottes durch IHN in unsere Welt unverlierbar über historische Vergänglichkeiten eingegangen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 GOTT GEHT MIT, WORAUF DU DICH VERLASSEN KANNST!

 

Näheres zu Elmar Grubers Predigten

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VORWORT – Predigten zu den Sonn- und Feiertagen nach Lesejahren A / B / C  –  Seit 1. Dezember 2014 ist Lesejahr B.

Herr Pfarrer Elmar Gruber hat seine Predigten immer vollkommen frei gehalten, also ohne jegliche schriftliche Unterlagen. Bevor er ans Ambo trat, hatte er sich ein Grundkonzept überlegt; die Worte, die er dann sprach, waren „von oben“ eingegeben, inspiriert.

Der Text der Predigten wurde mit Erlaubnis Elmar Grubers von einer gläubigen Christin während des Gottesdienstes privat auf einem Cassettenrecorder aufgenommen und danach geschrieben. Wir danken dieser Frau, die anonym bleiben will, von ganzem Herzen, denn durch sie haben wir jede Woche einen unschätzbaren Wert!


„Begegnung und Gespräch“

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Titelblatt 'Begegnung und Gespräch'

Titelblatt ‚Begegnung & Gespräch‘

Seit Bestehen der ökumenischen Zeitschrift „Begegnung und Gespräch“ gehörte Elmar Gruber führend dem Gründungs-Ausschuss und ihrem Redaktionsteam an.

1969 wurde dieses jährlich dreimal erscheinende Heft als Beilage der Verbandszeitschriften der beiden großen bayerischen Lehrerverbände BLLV und KEG aus der Taufe gehoben. Darüber hinaus hat dieses Blatt mittlerweile in Lehrer-, Pfarrer- und Hochschulkreisen – auch über die bayerischen Grenzen hinaus – eine weit gestreute Verbreitung erfahren.

Kein Jahr verging, in dem Elmar Gruber nicht einen oder mehrere Beiträge beisteuerte und die redaktionelle Arbeit mit sprachbegabtem Sachverstand, unermüdlichem Engagement und spritzigem Humor begleitete und prägte. In zahlreichen Leserzuschriften erfährt auch heute noch die Redaktion, wie wichtig gerade seine meditativen, theologischen und religionspädagogischen Beiträge für viele Menschen waren. Der barmherzige, nicht strafende Gott, die Erfahrung des Angenommenseins von einer unendlichen und absoluten Liebe, weit weg von engstirniger Dogmatik – in jedem seiner Artikel und Bilder wurde Grubers weit umspannendes, ökumenisches Anliegen sichtbar.

Die Zeitschrift „Begegnung und Gespräch“ kann unter dem folgenden Link aufgerufen werden: https://begegnung-online.de – Ergänzendes findet man auf der Online-Lehrerbibliothek www.lbib.de.

Neben der Übersichtsseite gibt es auch aktuelle Neuerscheinungen und Publikationen dieser Zeitschrift aus früheren Jahren – mit zahlreichen Bild- und Textbeiträgen von und auch über Elmar Gruber.
Alle Inhalte stehen dort, nach einem Klick auf das jeweilige Titelbild einer Ausgabe, als PDF-Datei kostenlos zur Verfügung.